Technische Instandsetzung eines U 411

Aktuell ist Thomas damit beschäftigt, einen 411 er technisch zu richten. Bei den Bremsen waren alle Radbremszylinder fest, Bremsleitungen und Schläuche waren falsch und teilweise falsch verlegt, Radvorgelege links und rechts wurden abmontiert und abgedichtet, das Lenkungsgetriebe ausgebaut, zerlegt und laufend gerichtet, abschließend wird ein großer Kundendienst gemacht. Viel Spaß beim Bilderanschauen und nachmachen (o:

Update1: schmale Kotflügel werden gegen breite getauscht.

Mit dem Unimog nach Südtirol: Ein Reisebericht unseres Freundes Frank Jahraus

Reisebericht mit einem „Dieseli“ – U 401 Baujahr 1951 Liebe Leserinnen und Leser. Liebe Unimogfreunde. Im April 2019 habe ich aus dem Hause „Sackmann – Heselbach“ einen Unimog U 401 – Schweizer Dieseli gekauft. Gleich am 30.04.2019 machte ich mich mit dem edlen Teil, dem ich den Namen „Swisser“ gab, auf den Weg nach Österreich. Ausgangspunkt war Freudenstadt. Die Reise verlief über Hechingen, Balingen, Albstadt, Sigmaringen, Bad Waldsee, Leutkirch, vorbei an Kempten, Reutte / Tirol über den Fernpass nach Imst und entlang der Autobahn bis Landeck. Dort traf ich abends um 19:00 Uhr an der Jet-Tankstelle ein. Ab jetzt ging es ins Inntal in Richtung Reschenpass bis nach Ried im Oberen Inntal. Dort hatte ich mich auf dem Bauernhof der Familie Maaß „Sagenschneider-Hof“ einquartiert. Die Familie hatte für den Swisser sogar einen Stellplatz in der Scheune eingerichtet. Das fand ich ausgesprochen freundlich. Um 20:30 Uhr konnte ich ein schnuckeliges Zimmer beziehen und mir sogar noch ein Feierabendbierchen auf dem Balkon gönnen. Das Wetter war unterwegs nicht so prickelnd. Während der ganzen Zeit gab es Temperaturen im einstelligen Bereich und es regnete zeitweise. Ab Imst bis Ried begleitete mich dann die Abendsonne und für die nächsten beiden Tage waren Sonnenschein pur und warme Temperaturen vorhergesagt. Der nächste Morgen – 01.Mai. Frau Maaß hatte für mich ein reichhaltiges Natur- und Biofrühstück vorbereitet. Einfach nur lecker. Um 09:00 Uhr startete ich in Richtung Reschenpass. Beschwerlich war der Anstieg von Pfunds bis Nauders und ich musste mit meinem 25 PS – Unimog mehrmals rechts ranfahren und den nachfolgenden Fahrzeugen Platz verschaffen. Aber es gab keine wüste Huperei und keine Fingerzeichen folgten aus den Fensterscheiben der Autos. Stahlblauer Himmel und Sonnenschein ließen mich am Reschensee das Dach des Unimogs öffnen. Ab jetzt fuhr ich also „Cabrio“. In Südtirol fuhr ich über Burgeis weiter über die Schweizer Grenze nach Santa Maria in Richtung Ofenpass (2149 Meter über NN). Mit 30 km pro Stunde schnaufte das „Dieseli“ die Passstraße hoch bis zur Restauration des Ofenpasses. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es weiter durch den 3 Kilometer langen einröhrigen Munt-la-Schera-Tunnel nach Livigno ins zollfreie Gebiet des Touristenstädtchens. Zollfrei tanken für 95 Cent / Liter – eine Wohltat für das Portmonee. Jetzt fuhr ich hoch über den Passo Eira (2208 Meter über NN) zum Passo Foscagno (2291 Meter über NN). Dort an der Zollstation angekommen machte ich in der herrlichen Frühlingssonne eine längere Pause. Überall lag noch meterhoch der Schnee. Im Winter hatte es hier sehr viel geschneit und die Berge ringsum hatten allesamt noch eine Krone aus Schnee. Der Rückweg sollte eigentlich über den Berninapass nach Zernez gehen. Da aber der Bernina gesperrt war, fuhr ich denselben Weg, entlang des Lago de Livigno durch den Tunnel, über den Ofenpass zurück nach Ried im Inntal zu meiner Unterkunft. Dort traf ich um 21:30 Uhr nach einer langen und sehr schönen Fahrt ein. Der riesige Lago de Livigno (Fläche – 4,71 m² und liegt auf 1802 Meter über NN) hatte übrigens fast kein Wasser mehr im Einstaubecken. Über den Winter wurde das Wasser für die Stromproduktion verwendet. Kurz entschlossen machte ich einen Abstecher in den leeren und ausgetrockneten Seegrund. Eine Abenteuerfahrt für jeden Unimogfahrer. Am 02. Mai ging meine Toru wieder um 09:00 Uhr los und ich fuhr wieder über die Grenze nach Italien und durch das schöne Vinschgau bis nach Meran, Dorf Tirol, Schenna und Bozen. In Bozen machte ich Pause und am späten Nachmittag brach ich zur Rückfahrt auf – über den Gampenpass (1518 Meter über NN) und wieder durch die Apfelblüte im Vinschgau. Um 21:00 Uhr war ich an meinem Ausgangspunkt, dem „Sagenschneider-Hof“, angekommen. Müde und mit einem heftigen Sonnenbrand im Gesicht war der Tag zu Ende gegangen. Am 03.Mai fuhr ich um 09:30 Uhr los in Richtung Heimat. Nach einigen Pausen traf ich um 22:30 Uhr wieder in Freudenstadt ein. Alles in allem war es eine super Tour. Insgesamt hatte ich 1230 km in vier Tagen zurückgelegt. Ich schaffte einen Schnitt von 38 km/Stunde und mein Dieseli verbrauchte genau 9,8 Liter/100 km. Motorenöl musste ich nicht einmal nachfüllen. Das spricht für einen „gesunden“ Motor, der ünrigens schnurrte und schnurrte und tadel- und problemlos lief. Die Originalledersitze aus dem Jahr 1951 bereiteten mir keine Sitz- und Rückenbeschwerden. Empfehlenswert zum Cabrio fahren ist eine gute Sonnencreme mit einem hohen Schutzfaktor mitzunehmen!! Bedanken möchte ich mich ausdrücklich beim Team Sackmann aus Heselbach für die tolle technische Vorbereitung für diese Reise. Meine nächste Unimogreise ist im Juli geplant. Da möchte ich mit einem Sackmann-Unimog (U 421 Baujahr 1983) auf der legendären B 96 von Zittau (Sachsen) bis nach Sassnitz (Rügen / Mecklenburg-Vorpommern) fahren. Das werden insgesamt 2.800 km sein und ich freue mich sehr auf diese Fahrt. Also … freut Euch auf einen neuen Bericht nach der Reise im Juli. Bis dahin – Gute Fahrt!

Wir können auch Grün (o:

Familie Beilharz hat sich für einen Jonni (John Deere MC 6095) aus der 6MC/6RC Serie entschieden. Dieser Alleskönner aus Mannheim hat alles, was die großen Jonnis auch haben….bis auf die Größe. Er ist der perfekte  Traktor für Frontladearbeiten, besticht durch seinen hochbelastbaren Vollrahmen aus Stahl, verfügt über eine unübertroffene Getriebeauswahl und hat ein ausgezeichnetes Hydrauliksystem. Seine schnellansprechender drehmomentstarker, jedoch trotzdem sparsamer Motor verfügt über starke 95 PS und ist mit einem Wastegate-Turbolader ausgestattet. Seine Premiumkabine lässt einen herausragenden Rundumblick zu und gewährt  aufgrund seiner Niedrigkabine ungehinderten Zugang in Scheunen und Ställe. Wir wünschen unserer treuen Kundschaft Familie Beilharz mit unserem Mitarbeiter Thomas stets gute Fahrt mit ihrem neuen Fahrzeug.
Fragen Sie uns, wir beraten aus erster Hand mit der nötigen Praxiserfahrung.

Reisebericht unseres Freundes Frank Jahraus: Mit dem Unimog nach Polen

Abenteuerreise mit dem U421 nach Polen bis an die ukrainische Grenze

Eine Reise mit dem Unimog U 421 in den polnischen Partnerlandkreis Tomaszow Lubelski nach Ostpolen – direkt an die ukrainische Grenze – das war schon immer ein Traum von Kreisbrandmeister Frank Jahraus aus dem Landkreis Freudenstadt, den er sich nun im Juni 2018 verwirklichte.

 Am Samstag, 22.06.2018. pünktlich  um 12:00 Uhr gings in Freudenstadt beim Autohaus Möhrle los. Verabschiedet wurde Jahraus von einigen Vertretern der Feuerwehren aus dem Landkreis, die Gerätschaften für die Feuerwehren in Polen gespendet hatten. Auch Ernst Sackmann, Seniorchef der Firma Sackmann aus Heselbach  war bei der Verabschiedung von Jahraus in Freudenstadt mit dabei. Das Werkstattteam der Firma Sackmann hatte nämlich zuvor den Unimog noch einmal kostenlos gecheckt und auf Herz und Nieren geprüft. 3350 km lagen nun vor Frank Jahraus und nach sechs Tagen sollte er in Polen ankommen. Die Fahrt ging über die Schwäbische Alb, Ulm hinein nach Bayern bis Weiden und dann eine Stunde durch Tschechien (Cheb) nach Sachsen / Erzgebirge, Pirna, Dresden, Bautzen bis nach Görlitz. Die polnische Grenze konnte Jahraus nach drei Tagen Fahrt in Görlitz überqueren.

Es wäre ja zu einfach gewesen nur mit dem Unimog zu fahren. So hatte Jahraus auf der Hinreise einen Tankwagen (Fassungsvermögen 6,2 m³) mit Tandemachse im Schlepptau. In Polen ging die Fahrt weiter entlang der Autobahn 4 auf der Staatsstraße Nr. 94, die bis nach Jaroslaw nahe der Stadt Rzeszow. Von dort ging es dann noch 90 km über eine Landstraße (865) bis in den Partnerlandkreis Tomaszow Lubelski in die gleichnamige Kreisstadt. Durchqueren musste Jahraus die Städte Wroctaw (Breslau), Krakau, Katowice, Rzeszów, Tarnów und Jaroslaw.

Übernachtungsmöglichkeiten suchte sich Jahraus in Deutschland individuell. In Polen dagegen waren seine Übernachtungsziele in Wroctaw (Breslau) und Tarnow vorgegeben. Dort hatte er sich zum Schlafen auf den Feuerwachen der Berufsfeuerwehren einquartiert.

Am Donnerstag, 28.06.2018 erreichte Frank Jahraus nach 1.700 gefahrenen Kilometern um 17:00 Uhr die Feuerwache der Berufsfeuerwehr Tomaszow und wurde von den Feuerwehrleuten herzlich empfangen. Samstags wurden die Feuerwehrgeräte und das Tank-Anhängefahrzeug bei einem feierlichen Treffen übergeben.

Nach drei Tagen Aufenthalt in Tomaszow trat Jahraus zusammen mit seinem Kollegen Udo Großwendt die Heimreise an. Großwendt war mit dem Fahrrad bereits am 15.06.2018 nach Tomaszow gestartet und fuhr in zwei Wochen 1420 km durch Deutschland, Österreich, Tschechen, Slowakei bis nach Polen. Er traf am Sonntag, den 01.07.2018 nachmittags in Tomaszow ein.

Die gemeinsame Heimfahrt mit dem U 421 ging dann durch Polen, Tschechen, Slowakei,Österreich bis nach Braunau am Inn. Dort überquerten die beiden dann freitags die deutsche Grenze. Auf dem Rückweg ging die Fahrt durch die Städte Bratislava und Wien und es war jedes Mal ein Abenteuer zwischen Straßenbahnen, Omnibussen und zahlreichen Fahrzeugen umherzufahren.

Alles in allem bewegte sich der U421 – Baujahr 1977 – mit seinen 52 PS etwas mehr als 3350 km über Straßen, Wege und Gebirgspässe ohne eine technische Unterbrechung. Er verlangte 2 Liter Motorenöl und ca. 575 Liter Diesel-Kraftstoff. Jahraus saß mehr als 100 Stunden in 10 Tagen reine Fahrtzeit hinterm Lenkrad. Der Schalthebel wurde mehrere hundertausendmal hin- und herbewegt und wenn man „doppelt kuppeln“ berücksichtigt, wurde das Kupplungspedal bestimmt im Millionenbereich durchgetreten.

Alles in allem war es ein Fahr-Abenteuer … zwar sehr anstrengend aber natürlich auch sehr erlebnisreich. Es gab keine technischen Probleme und fast keine Zwischenfälle, von einer versehentlichen Autobahnfahrt auf der Hinreise mit angehängtem Tankwagen, einer interessanten Polizeikontrolle bei Krakau und einer mehrstündigen nächtlichen Irrfahrt – ohne Navi – durch das Erzgebirge bei Sturm, Nebel und Regen abgesehen. Just während dieser nächtlichen Irrfahrt stellten sich zwei abgängige Rinder auf einer kleinen Straße dem Unimog quer und ließen das Fahrzeug erst nach einem Hupkonzert weiterfahren.

Auch im kommenden Jahr ist wieder eine Unimogfahrt geplant – von Zittau nach Sassnitz / Stralsund – entlang der legendären B 96. Da wird Jahraus quer durch die Republik durch Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen, Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und wieder zurück nach Freudenstadt fahren. Auch das sind wieder ca.  2300 km und das möchte Jahraus in 8 Tagen fahren !!            –>Bericht folgt.

Natürlich wieder mit einem Unimog aus dem Hause Sackmann. Danke für die dauerhafte und zuverlässige technische Begleitung !!